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Formen des Glaukom

 

1. Offenwinkel-Glaukom

Die häufigste Form des Glaukoms ist das Offenwinkel-Glaukom oder das Glaucoma simplex. Hierbei entsteht schleichend eine Abflusssperre, die den Flüssigkeits-Stau im Auge bewirkt.  Das Offenwinkel-Glaukom ist deshalb besonders gefährlich, weil der von dieser Erkrankung Betroffene über den Zeitraum von Jahren nichts spürt, während die Krankheit sein Sehvermögen zerstört.

2. Winkelblock-Glaukom

Das Winkelblock-Glaukom oder der akute Glaukom-Ausfall ist viel seltener und äußert sich durch Symptome, die den Patienten veranlassen, sofort um ärztliche Hilfe zu bitten.
Durch eine abrupte Blockade des Abflusses aus dem Auge treten in der Regel sehr heftige Schmerzen im Auge oder in dessen Umgebung ein – meist verbunden mit einer plötzlichen Sehverschlechterung, die sich darin äußert, dass man seine Umwelt vernebelt sieht, und dass sich um Lichtquellen farbige Ringe bilden. In diesem Fall besteht höchste Gefahr für das Augenlicht.

3. Das angeborene Glaukom

Das angeborene Glaukom ist eine Fehlentwicklung des Augeninneren. Seine Symptome äußern sich durch Lichtscheu, Augentränen,  und manchmal wirkt die Hornhaut vorübergehend oder ständig matt und trüb, vergleichbar mit nebligen Niederschlägen auf eine Windschutzscheibe. Auch die „ungewöhnlich schönen großen Augen“ eines Babys deuten auf ein angeborenes Glaukom hin. Es muss bereits bei den ersten Anzeichen  ein Augenarzt zu Rate gezogen werden. Nur eine frühzeitige Operation kann die Erblindung verhüten.
Für die Eltern besteht hierbei kein Grund zur Sorge. Dank der modernen Narkosetechnik ist das Risiko von Untersuchung oder Operation unvergleichlich viel geringer für Ihr Kind als die Gewissheit. Bei hohem Augeninnendruck zu erblinden.

Therapie
Beim Winkelblock-Glaukom, das altersunabhängig auftritt, senkt man zunächst mit Medikamenten den Augeninnendruck. Dann wird eine Operation durchgeführt, die das Gleichgewicht zwischen Kammerwasser-Produktion und – Abfluss wieder herstellt. Bei einem angeborenen Glaukom muss diese Therapie grundsätzlich angewandt werden.

 Das Offenwinkelglaukom, das nach dem vierzigsten Lebensjahr zunehmend häufig ist, wird zunächst durch medikamentöse Therapie aufgehalten, womit ausgezeichnete Erfolge  erzielt werden. Es kommt dabei darauf an, den Augeninnendruck durch Tropfen zu normalisieren, die meist 2 – 4 x täglich ins Auge getropft werden müssen. Ähnlich wie ein Diabetiker lernt, die vorgegebenen Zeiten für seine Medikamente einzuhalten, richtet sich auch der Glaukom-Patient nach der Uhr. Auch hat er seine Termine beim Augenarzt, der die Wirksamkeit der Tropfen überprüft.

Nur das genaue Einhalten der Zeiten für die Tropfgabe verhindert weitere Schäden am Sehnerv. Ihren Augen zuliebe müssen Sie sehr gewissenhaft sein! Lassen Sie von Ihrem Augenarzt kontrollieren, ob Sie die Tropfen in der für Sie richtigen Weise dosieren. Zeigen Sie ihm, wie Sie das Medikament anwenden.

 

 


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